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O2 schwerer als CO2 - Wie kommt das CO2 dann nach oben?


 
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Geosciences-Forum.com Foren-Übersicht -> Geowissenschaften -> Meteorologie & Klimatologie
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panana
Foren Neuling
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Anmeldungsdatum: 26.08.2007
Beiträge: 5


Verfasst am: 26.08.2007 18:46    Titel: O2 schwerer als CO2 - Wie kommt das CO2 dann nach oben?

Ich muss gleich vorweg sagen, dass ich mich seit Jahren für regenerative Energiequellen stark mache und bislang immer Verfechter der These war, dass der Verbrauch von fossilen Brennstoffen zurück gefahren werden muss, weil der dadurch verursachte Anstieg von CO2 in der Atmosphäre vermehrt Licht in der Atmosphäre "gefangen" hält: Stichwort Treibhauseffekt.

In letzter Zeit bekomme ich aber heftig Gegenwind von Leuten, die ihre Haltung "Alles halb so schlimm" auch sachlich gut begründen können. So wir als erstes Argument immer angeführt, dass CO2 schwerer ist als O2 und sich daher gar keine reflektierende CO2 Schicht in der oberen Atmosphäre bilden kann.

Als zweites wird argumentiert, dass wenn sich eine reflektierende CO2 Schicht bilden würde, dass Sonnenlicht schon beim eintreten in die Erdatmosphäre vermehrt reflektiert werden müsste, folglich also weniger Energie auf die Erdoberfläche auftrifft und es somit eher kälter werden müsste.

Als drittes wird dann noch ins Feld geführt, dass Wasserdampf ebenfalls ein Klimagas ist, dass im vergleich zum CO2 in sehr viel höherem Maße in der Atmosphäre vorkommt, der Anteil des Klimagases CO2 also vernachlässigbar ist.

Diesen Argumenten habe ich kaum etwas entgegen zu setzen. Daher wäre ich froh, wenn mir mal jemand etwas genauer erklären könnte wie mit diesen Argumenten aus klimatologisch-wissenschaftlicher Sicht umzugehen ist oder ob mir jemand einen Literatur-Tip geben kann, aus dem ich mehr erfahre.

Eine Seite, zu der mir kürzlich jemand einen Link geschickt hat, ist die nun Folgende. Nicht streng wissenschaftlich, allerdings muss man zugeben, dass sich der Schreiber des Artikel relativ gut in die Materie eingearbeitet hat:

http://www.konrad-fischer-info.de/7klima.htm

Vielen Dank für Eure Mühe.
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Verfasst am: 30.08.2008 12:17    Titel: Sponsored Link



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Marina
Foren Neuling
Foren Neuling



Anmeldungsdatum: 22.08.2007
Beiträge: 1


Verfasst am: 27.08.2007 19:00    Titel:

Lieber Panana,

Das CO2 trägt insofern zur Erderwärmung bei, da es die Erosonen umhüllt. Diese sind wichtig für die Wolkenbildung. Wenn die Erosonen dadurch inaktiv werden bilden sich weniger Wolken, das heißt weniger Niederschlag. Somit hat das CO2 direkte Auswirkung auf den Klimawandel.

Ich hoffe das hat dir weitergeholfen. Eine Buchempfehlung kann ich dir leider nicht geben.
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Verfasst am: 30.08.2008 12:17    Titel: Sponsored Link


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panana
Foren Neuling
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Anmeldungsdatum: 26.08.2007
Beiträge: 5


Verfasst am: 28.08.2007 12:21    Titel: CO2 schwerer als O2 !

Hallo, der Titel meines Eintrags ist natürlich nicht ganz richtig, es muss natürlich heissen: CO2 schwerer als O2.

Dass mit den Erosonen hört sich schon ganz interessant an, aber da fehlt mir noch ne Menge Hintergrundwissen. Wenn die Atmosphäre sich aufheitzt, dann verdunsten auch mehr Wasser. So gut bin ich in Physik dann doch, um dass einfach so sagen zu können. Einzig ein steigender Atmosphärendruck (Topfdeckel) könnte daran was ändern.

Würde aufgrund der eingeschlossenen Erosonen weniger Wasser verdunsten, dann hieße dass –gesetzt den Fall Wasserdampf ist ein Klimagas– es müsste Kälter werden, weil weniger Wasserdampf in der Atmosphäre ist.

Das Ganze scheint mir also schon noch etwas komplizierter zu sein. Ich bitte also nach wie vor um Antworten. Solche Dinge müssen kommuniziert werden, wenn uns ein Umdenken in Sachen CO2 Emission wichtig ist.
Sonst haben Halbwarheiten leichtes Spiel mit jenen, die Umdenken eher mühsam als spannend finden.
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Younger Dryas
Fortgeschrittener User
Fortgeschrittener User



Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 09.09.2007 20:36    Titel:

Die Verteilung des CO2 in der Atmosphäre erfolgt nicht durch Dichtetrennung sondern durch Turbulenz, somit ist das erste Argument leicht zu entkräften ; es braucht auch keine "reflektierende CO2 Schicht", sondern diffus verteiltes CO2 ist viel effektiver.
Der zweite Fehler steckt in der Aussage "vermehrt Licht in der Atmosphäre gefangen". Wenn das zuträfe, wäre das Gegenargument richtig. In Wirklichkeit wird aber nicht Licht absorbiert, sondern von der Erde ausgehende Wärmestrahlung, die durch das (nahezu ungehindert, außer durch Wolken) einfallende Licht an der Erdoberfläche entstanden ist. Es wird also Wärme "gefangen", nicht Licht.
Auch Argument 3 ist falsch, denn das CO2 kommt ja zu dem vorhandenen Wasserdampf noch hinzu. Übrigens setzt dann ein Rückkoppelungseffekt ein, denn das CO2 löst eine gewisse Erwärmung aus, wodurch die Verdunstung steigt, was wiederum den Wasserdampfgehalt der Atmosphäre steigen lässt. Ferner muss beachtet werden, dass die Absorptionsbanden des CO2 weitgehend andere als die des Wasserdampfs sind, so dass theoretisch auch eine geringe Konzentrationsänderung sehr wirksam sein könnte. Alle Modelle weisen aber dem CO2 alleine eine Klimasensitivität von ca. 1° zu. Ohne Rückkopplungseffekte wäre der Einfluss des CO2 also tatsächlich nicht sehr hoch, mit den Rückkoppelungseffekten kann die Sensitivität aber bis auf den Faktor 4,7 steigen.
Zu Deiner 'Quelle': Eine Belegarbeit eines Gymnasiums würde ich wirklich nicht allzu ernst nehmen.

Die Prognosen der zu erwartenden Klimaerwärmung haben m.E. v.a. vier Unsicherheiten. Keine davon würde zu einem Ausbleiben einer Erwärmung führen, sondern es geht nur darum wie schnell bzw. in welchem Ausmaß es dazu bei gegebener Erhöhung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre kommt.
a) Wolkentypen. Es ist unklar, welche Wolkentypen der vermehrte Wasserdampf auslösen wird, die haben aber starken Einfluss auf die Höhe der Gesamterwärmung.
b) Reaktion der Meere. Es ist zu befürchten, dass die längerfristige Aufnahmekapazität der Weltmeere für CO2 bisher überschätzt wurde, so dass die Erwärmung höher ausfallen kann. Ferner sind Veränderungen der Meeresströmungen zu erwarten, die für uns in Europa eine Abschwächung der Erwärmung, global aber ebenfalls eine Beschleunigung mit sich bringen könnten.
c) Die Geschwindigkeit der Reaktion des Klimasystems ab Überschreiten gewisser Schwellenwerte ist wenig bekannt - Bsp.: der Umschwung von der letzten Kaltzeit zur aktuellen Warmzeit in 7-20 Jahren, das ist irre schnell.
d) unklar ist, wie viel der aktuell ablaufenden Erwärmung auf den Menschen und wie viel auf Änderungen der Sonnenstrahlung zurückgeht; wobei aber seit ca. 1980 die Sonnenstrahlung eher zurückgeht, die Erwärmung jedoch zunimmt.

"Erosonen" kenne ich übrigens nicht, Marina hat vielleicht "Aerosol" gemeint. Das hat aber mit CO2 wenig zu tun.
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panana
Foren Neuling
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Anmeldungsdatum: 26.08.2007
Beiträge: 5


Verfasst am: 10.09.2007 18:08    Titel:

Hallo Younger Dryas,

vielen Dank für die Antwort. Ich verlasse mich in Sachen Klima immer auf das Urteil des Max-Planck-Institut hier in Hamburg. Dass deren Modelle zum Klimawandel sich so leicht aushebeln lassen, konnte ich daher kaum glauben.
Ich denke, ich bin nun für zukünftige Disskusionen besser gewappnet. Also, nochmals vielen Dank für Deine Antwort.

Panana
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