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Bedeutung von Verwitterungsprozessen
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Nachricht |
schnitzi Foren Neuling

Anmeldungsdatum: 11.11.2006 Beiträge: 1
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| Verfasst am: 11.11.2006 18:14 Titel: Bedeutung von Verwitterungsprozessen |
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Ich studiere im 5. Semester Geographie und muss eine Präsentation und eine Hausarbeit im Modul Hydrochemie von natürlichen Fließgewässern schreiben.
Meine Frage ist, ob mir jemand sagen kann, welche Ionen im Fließgewässern auf welche Ausgangsgesteine hinweisen.
Ich finde in der Literatur nur, das Ausgangsgesteine verwittern und, dass man von den Ionen im Fließgewässer darauf zurückschliessen kann, aber nirgedns steht, welche Ionen auf welches Ausgangsgestein hinweisen. Also zB. wenn Granit verwittert findet sich im Fließgewässer diese oder jene Ionen.
Kann mir jemand darauf eine ausführliche Antwort geben oder kann mir jemand Literatur nennen in der ich etwas dazu finde?
Schon mal Danke im Vorfeld.
schnitzi |
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amphibol Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 01.09.2006 Beiträge: 70
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| Verfasst am: 13.11.2006 14:54 Titel: |
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Im Prinzip kannst du auch selber darauf kommen,w elche Ionen von welchem Ausgangsgestein stammen können. Beispielsweise Granit: Besteht in erster Linie aus Feldspat, Quarz und Glimmer ( ). Verwittern tun in unsereb Breiten eigentlich nur die Feldspäte (OK, auch die Glimmer, aber Hellglimmer werden oft nur zerkleinert, und sie liefern ungefähr dieselben Ionen wie Feldspäte).
Feldspäte sind K, Ca und Na Silikate. Daher werden bei der Verwitterung auch K, Ca und Na als Ionen in der Verwitterungslösung frei.
DasProblem ist dabei, das Feldspäte in vielen Gesteinen der Erdkruste vorkommen. Du kannst schwer von dem Vorhandensein dieer Ionen auf Granite im Einzugsgebiet schliessen.
amphi _________________ Und führe uns nicht nach Kansas,
Sondern erlöse uns von den Kreationisten |
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Kanga Foren Neuling

Anmeldungsdatum: 16.08.2006 Beiträge: 13
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| Verfasst am: 14.11.2006 10:07 Titel: |
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Ich denke auch, dass es schwer ist, auf das genaue Ausgangsgestein zu schließen. Aber es sollte doch zumindest erkennbar sein, ob das Ausgangsgestein eher sauer oder eher basisch ist.
Ganz allgemein kann man sagen:
Je saurer das Gestein, umso höher ist der Kalium-, Natrium- und Kieselsäuregehalt und je basicher das Gestein, umso höher ist der Calcium-, Magnesium- und Eisengehalt.
Ein solcher Trend sollte dann auch im Fließgewässer erkennbar sein.
LG, Kanga |
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steinlaus Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 30.04.2006 Beiträge: 52
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| Verfasst am: 14.11.2006 12:45 Titel: |
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Die Hydrochemie eines Fliessgewässers ist abhängig von der Zusammensetzung des anstehendes Gesteines im Quellgebiet, wie auch der Zuflüsse (!), dem durchflossenen Gestein und letztendlich von den mittlerweise auch in den entlegendsten Gebieten nachweisbaren anthropogenen Stoffeinträge.
Ich halte daher eine Typisierung des "Ausgangsgesteins" aufgrund des Ionenbestandes vor allem im Bereich von Mittellauf und Unterlauf eines Fliessgewässers und schon gar nicht in den anthropogen stark beeinflussten Bereiche der Nordhalbkugel für äußerst schwierig bzw. sogar unmöglich (hier lasse ich mich gerne eines Besseren belehren) .
Ein eventuell bessere Möglichkeit zur Unterscheidung basische/saure Gesteine wäre eine Spurenelementanalyse (sauer: Li, Be, B, F, S, Ga, Zn, Mo etc.; basisch: Se, V, Cr, Co, Ni, Cu, Ag, Mn etc.), aber ebenfalls aus den o.g. Gründen problematisch.
Gute Ergebnisse bezgl. Identifikation des Ursprungsgebietes können meiner Ansicht nach, Analysen der Fluss-(Bach-)sedimente (z.B. Schwermineralanalysen) liefern. Diese Methode wird u.a. bei der geochemischen Prospektion auf Lagerstätten eingesetzt, wobei eine sukzessive Beprobung in Richtung des Ursprungs- (Quell-, Liefer-)gebietes unter Berücksichtigung der Fracht aus den Zuflüssen erfolgt.
Gruss steinlaus |
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spotts Vielposter

Anmeldungsdatum: 18.05.2006 Beiträge: 172
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| Verfasst am: 16.11.2006 13:32 Titel: |
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Hallo zusammen,
die Methode, zunächst erst einmal die Sedimente und deren Zusammensetzung an zu schauen, haben russischen Forscher angewandt bevor sie weitersuchen, während die "restlichen" Geologen meist direkt in die Berge geklettert sind.
Diese Methode kann man am Rhein gut anwenden: nach einer kurzen Suche können verschiedene Gerölle aus verschiedenen Regionen erkannt werden.
Gruss
Spotts |
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Younger Dryas Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 16.03.2006 Beiträge: 110
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| Verfasst am: 04.01.2007 19:10 Titel: |
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Zitat:
verschiedene Gerölle aus verschiedenen Regionen
Ging die Frage nicht eher nach Ionen, und sind die nicht kleiner?
Die eher skeptischen bisherigen Antworten sind im Prinzip richtig, jedoch lassen sich einige Gesteine schon an Ionenkonzentrationen erkennen. Besonders gut klappt es natürlich bei Kalkstein (Ca-Dominanz, evtl. noch hohe Anteile an Mg, wenig andere Kationen) oder Halit (Na), aber bspw. auch Tonschiefer zeichnet oft recht gut (S). |
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