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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 20.03.2006 21:08    Titel:

Moin Younger Drias
Es geht auch anders [Platzhalter für ein Bild]. Aber bei dem Thema? Wer die Geologie auf anstehende Festgesteine und Gebirgsbildung reduzieren will, Bitte! Aber niemand kann mir erzählen das die anstehenden Probleme dieses Planeten durch die genaue Kenntniss der variszischen, kaledonischen oder alpinen Gebirgsbildung irgendwie verständlich oder lösbar werden. Wir haben einen Treibhauseffekt, mögliche Veränderungen im Strömungsregieme der Ozeane, Altlasten ohne Ende, die Experten gehen davon aus, das zukünftige Kriege nicht mehr um Territorium, Oel oder ähnliches geführt werden, sondern um sauberes Wasser.
Einen Zugang zu diesen Themen bekommt man nur über das Quartär. Das sind auch die Themen mit denen die Unis Gelder einwerben. Ich komme aus der Umwelttechnik und hab angewandte Geologie studiert, daher ist Boden, Quartär und Tertiär halt wichtig (Schadstoffabbau im Boden, Aquifere in tertiären Sanden etc.). Das bedeutet aber nicht das mich z.B. das Kambrium, die Trias etc. nicht interressiert. Wer glaubt sich da als Hardrockdogmatiker etc. profilieren zu müssen soll das tun aber ohne mich, ich diskutiere auch nicht mit Kreationisten.
Guckst du hier! Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.
(Francois Duc de La Rochefoucauld, frz. Schriftst., 1613-1680)
Und letztendlich ist es ja so, wenn wir uns Erkenntnissen verschließen, weil wir glauben das diese nicht zu unserem Fachgebiet gehören, dann sind wir nicht mehr auf dem Gebiet der Wissenschaft sondern bei Glaubensfragen. Und da verschwindet der Unterschied zwischen bornierten Gläubigen mit Science touch und bornierten Wissenschaftlern die an die alleinige Wichtigkeit ihres Fachgebietes glauben.
Fächerübergreifendes Arbeiten wird die Zukunft bestimmen und je breiter wir unseren Bereich definieren umso schmaler ist der Spalt zur Nachbardisziplin.
Wenn Du dich mit mir streiten möchtest, must Du dir also schon etwas anderes einfallen lassen grinzt .
Gruß das Paketschubserle
ps.: Stand bei Deinem Alter nicht bisher 50? Jetzt 31? Kannst Du mir mal die Adresse von deinem Arzt mailen? Das oben links ist kein Avatar sondern ein Foto von mir, auf der Weihnachtsfeier der grauen Panther. sad
_________________
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)
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Younger Dryas
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 21.03.2006 17:07    Titel:

ich editiere öfter mal meine Daten, um die Leute zu verwirren, und weil eine Frau ihr Alter niemals preisgibt, außer vor Gericht. Zuletzt bin ich aus einem Forum herausgeflogen, weil ich eine nicht existierende Mailadresse eingegeben habe. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wie man aus einem Forum wieder herauskommt.
Mit Deinem Statement hast Du mir so aus der Seele gesprochen, dass ich fürchte, dass wir kaum je in Streit geraten können. Da ich insgesamt eher harmoniesüchtig bin, ist das auch gar nicht so schlimm. wütend wütend
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Paketschubser
Vielposter
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 21.03.2006 21:04    Titel:

« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
ich editiere öfter mal meine Daten
Schade das das mit dem editieren nur bei Foren geht, würde gerne mal meinen Kontostand editieren
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
und weil eine Frau ihr Alter niemals preisgibt, außer vor Gericht.
Wenn Frau es sich leisten kann die anderen schätzen zu lassen! Stellt sich nur die Frage? Stimmt dein Geschlecht im Forum? Wenn ja, währest Du ein echter Gleichstellungaktivist klatscht (warum sollten Männer ihr alter Preisgeben?) Wenn nein, wie unemanzipiert, die Frau von heute steht doch zu ihren Erfahrungen aus einem langen Leben voll des Geschlechterkampfes LOL . Insgesamt sehr spannend also nichts verraten, weitermachen!
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Zuletzt bin ich aus einem Forum herausgeflogen, weil ich eine nicht existierende Mailadresse eingegeben habe. Aber jetzt weiß ich wenigstens, wie man aus einem Forum wieder herauskommt.
Tja man kann aus allem Erkenntnisse ziehen, aus einem Rauswurf genauso wie aus einem fehlgeschlagenen Experiment!(hättest aber wenigstens irgend so eine gebührenpflichtige Schmuddelseite angegeben sollen Hinweis )
Zitat:
Mit Deinem Statement hast Du mir so aus der Seele gesprochen, dass ich fürchte, dass wir kaum je in Streit geraten können. Da ich insgesamt eher harmoniesüchtig bin, ist das auch gar nicht so schlimm. wütend wütend
Schön von Leuten zu hören die den Tellerrand nicht als das Ende des Universums betrachten. Hab nämlich mal auf einem Berg in der Schweiz gestanden und konnte gaaaaanz weit gucken, bis zum Horizont waren das gaaaanz viele Kilometer. Dann bin ich in einen Zug nach Kiel gestiegen, der ist noch viiiiel weiter gefahren als ich vom Berg aus gucken konnte. Da hab ich sehr Angst gehabt, das wir abstürzen wenn wir den Horizont erreichen, aber irgendwie war der Horizont immer vor uns. Aufgrund dieser Erfahrung bin ich jetzt mal so frech zu behaupten das der Horizont immer weiter wird je mehr wir uns (auch geistig) bewegen. Aber bevor der Admin nen Nervenkoller bekommt bei diesem Posting wechsel ich mal in den Smalltalk
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Younger Dryas
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 22.03.2006 12:57    Titel:

Ok, alter Lagerarbeiter, back to the topic:
Deine Aussage
Zitat:
in den Tropen gibt es keinen Löß
ist m.E. falsch. Die Arbeitsgruppe Iriondo hat in Brasilien sehr klare Indizien auf äolische Sedimente geliefert, und Muhs zeigt Kalkablagerungen auf karibischen Inseln, die Böden tragen, deren geochemische Fingerprints völlig verschieden von denen des Kalk-Residuums sind, jedoch zwanglos von der Sahara abgeleitet werden können. Schon in den 70ern haben deutsche Forscher (Semmel, Rohdenburg) darüber spekuliert, hatten jedoch noch nicht die methodischen Möglichkeiten.
Auch die Biologen konnten sich mit dieser Idee anfreunden, denn es ist natürlich klar, dass die tropischen Ökosysteme keine echten geschlossenen Systeme darstellen (die gibt es in der Natur nicht) und man hatte schon immer die Frage, wie Regenwälder in Reliefpositionen, wo kein Fremdmaterial hinkommen kann, über Jahrmillionen ihre Nährstoffverluste kompensieren konnten. Mittlerweile gibt es auch Satellitenbilder, die Staubfahnen von der Sahara bis ins Amazonastiefland dokumentieren.
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Paketschubser
Vielposter
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 22.03.2006 20:46    Titel:

Laaageraaarbeeeiiitäär? Selbst Hausmeister werden als Facility Manager bezeichnet und Duuu nennst mich Laaageraaarbeeeiiitäär? motzt Na warte Du, Du,...... Du Georgraph, Du, Du,..Duuu.... Frau Du!!! Und dann auch noch alt? Schau mal auf Dein Profil Du,.. Duuu Erdferkel sauer grinzt !
Aber zurück zum Thema, das aeolische Sedimente in den Tropen vorkommen will ich ja gar nicht bestreiten. Sie werden dort aber nicht gebildet (heute zum Teil schon, Dank Abholzung, aber durch die hohen Niederschläge ist die Flächenspülung natürlich dominant, aber wenns mal ein paar Tage nicht regnet.... man kann nichts ausschließen). Es ist doch eine bekannte Tatsache das z.B. in Frankfurt immer wieder die Autos etc. von rotem Staub bedeckt sind, das sind aeolische Sedimente aus der Sahara. Warum sollte der, bei entsprechender Wetterlage, nicht mit dem Jetstream den Atlantik überqueren? Aber wie Du auch schon erwähnt hast ist das eine Art Dünger für die Pflanzen in den Tropen (und wird dort in Biomasse umgesetzt). Löß zeichnet sich meines Wissens (das als Lagerarbeiter natürlich beschränkt ist sad , und dann noch als Mann(lässt sich Beschränktheit quadrieren?)) nicht nur durch den aeolischen Transport sondern auch durch seine mineralogische Zusammensetzung aus. Diese besteht aus Quarz in der Korngröße irgendwo zwischen Silt und Feinsand, etwas Feinsand(meist auch Quarz), Ton und Kalk, wie man aus den Tropen weiß ist es dort recht warm und feucht (zumindest in den feuchten Tropen) und Tonverlagerung, Kalklösung und Desilifizierung werden Dir noch bekannt sein. Speziell die Entkalkung sorgt doch dafür, das Du keinen Löß mehr hast sondern Lößlehm, zumindest bis auch der Ton verlagert wurde, dann bleibt nur noch schluffiger Feinsand der aufgrund seiner großen Oberfläche gelöst wird. Du kannst jetzt natürlich darauf bestehen, das das alles zur Bodenbildung aus primärem Löß unter den entsprechenden klimatischen Verhältnissen gehört (und wie soll ich als beschränkter^2 Lagerarbeiter da wiedersprechen weint ?) Du wirst aber zugeben das es sich in den Tropen nicht um die klassischen Lößprovinzen der gemäßigten Breiten handelt. Alleine die Mächtigkeiten des primären Löß dürften im mm-cm Bereich max. liegen. Darum ist es halt eine gute Näherung zu sagen das es in den Tropen keinen Löß gibt. Es gibt ja z.B. auch keine Schwarzerden in den gemäßigten Breiten zwinkert .
Gruß der olle Lagerarbeiter[Platzhalter für ein Bild]
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Younger Dryas
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 23.03.2006 09:35    Titel:

jetzt, wo Du langsam in meiner Alterklasse ankommst, könnte aus uns beiden doch noch etwas werden! grinzt

Aber Deine Lößdefinition ist heute etwas altbacken (weil europazentrisch). Sie stammt ungefähr in dieser Form (mit noch zahlreichen weiteren Spezifikationen) von Pecsi, wird aber international eigentlich nur nur von eingefleischten Fanatikern so vertreten. Akzeptiert ist egentlich heute weithin: Äolisch transportiertes Sediment mit Korngrößenmaximum im Schluffbereich. Punkt.
Ich komme eben von einer internationalen Lößtagung auf Lanzarote, wo man sich einigte, zur Befriedigung dieser (einer war dabei) Fanatiker von Desert Loess zu sprechen. Die beiden angesprochenen Beispiele (Brasilien, Karibik) waren jeweils >1 (z.T. bis 6)m mächtig, also mittleres Bördenniveau.
Mit dem Jetstream aus der Sahara über den Atlantik wird etwas schwierig... Subtropen- und Polarfrontjet sind Westwinde. Manchmal liest man noch vom Easterly Jet, aber der kann aus physikalischen Gründen (Sinus Phi ~0) nur am Äquater auftreten.
Grüßchen alter Haudegen
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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 23.03.2006 23:57    Titel:

« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
jetzt, wo Du langsam in meiner Alterklasse ankommst, könnte aus uns beiden doch noch etwas werden! grinzt

Oh,gnädige Frau, Ihr lasset mich Erröten errötet ! Ich wage es ja kaum auszusprechen, aus Furcht Euch zu entzürnen, aber ihr könntet ....meine Mutter sein..........Eine sehr junge Mutter gewiss, darum verwirrt mich Euer schreiben. Ich dachte ihr würdet das an die Jugend weiterzugeben, was ihr von Eurer Mutter´s Mutter (und so fort) gelernet habt für Euer Leben[Platzhalter für ein Bild] lacht . Und nun ein solches Schreiben, wenn das ruchbar wird, [Platzhalter für ein Bild].....
(Anm.: Meines jung gebliebenen Ichs: Ich hätte natürlich auch schreiben können"Typisch, kaum sehen sie einen Männerhintern..... grinzt ", aber das würde nicht zu einer Dame passen!)
Zurück zum Löß:
« Younger Drias » hat Folgendes geschrieben:
Aber Deine Lößdefinition ist heute etwas altbacken (weil europazentrisch).
Schon mal auf mein Alter geachtet? Was soll ich Backen? Fastfood? Ne,ne,ne hier gibt´s altdeutschen Kuchen! Nun mal ernsthaft, hab ich halt so gelernt. Steht auch in den meisten Lehrbüchern nach wie vor so drin. Wenn es da allerdings eine neue Definition gibt, dann wusste ich nichts davon.
« Younger Drias » hat Folgendes geschrieben:
Sie stammt ungefähr in dieser Form (mit noch zahlreichen weiteren Spezifikationen) von Pecsi, wird aber international eigentlich nur nur von eingefleischten Fanatikern so vertreten.
Dazu will ich natürlich nicht gehören, zumindest nicht bei dem Thema(Walfangverbot, Menschenrechte für Menschenaffen, Naturschutz etc. da gehöre ich wohl zu den "Fanatikern").
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Akzeptiert ist egentlich heute weithin: Äolisch transportiertes Sediment mit Korngrößenmaximum im Schluffbereich. Punkt.
Na dann will ich dir das mal glauben(wie war das noch mit dem Apfel?[Platzhalter für ein Bild])
Ok, also Düne normalerweise kein Löss, merke ich mir. Nur das Korngrößenmaximum müsste Silt sein. Schluff ist (soweit ich weiß) international nicht anerkannt. Wird in der angewandten Geologie benutzt weil der Begriff Schluff auch im Baubereich benutzt wird.( Wenn Du da zu Handwerkern kommst, und was von Silt erzählst, dann bist Du der blöde Theoretiker von der Uni, der nicht mal weiß das, dass Schluff heißt.) Aber wenn das stimmt mit Punkt. Dann währe ja vulkanische Asche Löß, wenn die Korngröße stimmt. Interessant, kann man bestimmt mal nen Vulkanologen ärgern, mit seinen Lößschleudern.
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Ich komme eben von einer internationalen Lößtagung auf Lanzarote,
sauer , hoffe Du hast wenigstens einen Sonnenbrand!
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
wo man sich einigte, zur Befriedigung dieser (einer war dabei) Fanatiker von Desert Loess zu sprechen. Die beiden angesprochenen Beispiele (Brasilien, Karibik) waren jeweils >1 (z.T. bis 6)m mächtig, also mittleres Bördenniveau.

1: "Desert Loess", wie diplomatisch. (Wusstest Du eigentlich das die Frage ob Dinosaurier warmblütig waren, auf einer internationalen Tagung, durch Abstimmung entschieden wurde? Das ist noch Demokratie!)
2: 1-6m Lößmächtigkeit? Wie soll der transportiert werden und in welchem Zeitraum? Mir fällt dazu im Moment nichts ein, ich müsste dann auch in der Tiefsee Löß finden, wenn auch nicht so viel (keine Pflanzen als Staubfänger). Wo bleibt der Löß bei 1-20mm Sedimentationsrate/1000a in der Tiefsee (und da sind auch wassertransportierte Stoffe eingeschlossen!)?
Zitat:
Mit dem Jetstream aus der Sahara über den Atlantik wird etwas schwierig... Subtropen- und Polarfrontjet sind Westwinde. Manchmal liest man noch vom Easterly Jet, aber der kann aus physikalischen Gründen (Sinus Phi ~0) nur am Äquater auftreten.
Watt biste kleinlich ne,ne,ne biste immer so? zwinkert
Ok, hätte ich dran denken müssen(Antipassat). Bei einer Windgeschwindigkeit bis zu mehr als 500km/h sollte ich Löß aber auch über den Pazifik bekommen (Vulkanaschen umrunden die Erde unter Umständen etliche Male(natürlich keine Olivinbomben von 100erten Kilo Gewicht Du doof Du! Nur profilaktisch mal)). Stellt sich nur die Frage wie bekomme ich ihn da hoch und warum fällt er auf Brasilien und nicht in die Tiefsee? Ok ich kann die Passat nehmen, ach ne die ist ja nicht segeltüchtig; nehmen wir also den Passat (Wind=Mann/Schiff=Frau? grübelt). Der Passat ist zwar relativ beständig aber nicht sonderlich schnell, er müsste den größten Teil seiner Sedimente über dem Atlantik verlieren, würde ich mal vermuten. Bei bis zu 6m Löß in der neuen Welt müsste ich da auch den einen oder anderen dm im Meer finden. Sicher das der Löß in Brasilien z.B. nicht aus den USA oder Mittelamerika kommt? Die USA haben doch große Lößgebiete, ist die Sahara so einzigartig das nur sie als Sedimentlieferant in Frage kommt?
Gruß das Paketschubserle
ps: Hast Du mich etwa schon wieder "alter" genannt? Na warte:[Platzhalter für ein Bild], außerdem ist das kein Haudegen sondern eine Krücke sei froh wenn Du sowas noch nicht brauchst!
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Younger Dryas
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 26.03.2006 19:22    Titel:

Zitat:
Dann wä[h]re ja vulkanische Asche Löß, wenn die Korngröße stimmt
. Bei Tephra überwiegt erst einmal die ballistische Kurve. Tatsächlich gibt es aber äolisch weiter verfrachtete Tephra, die zu den Lössen gezählt werden; dabei kommt es natürlich zu einer Sortierung, und damit bekommt das ganze die richtige Korngröße (kenne das von einer Tephra/Löß-Tagung zwinkert auf Neuseeland, Nordinsel).
Löß in der Tiefsee: Na klar gibts den (aus Bohrungen im Atlantik bekannt und auf basaltischem Untergrund in Kontinentferne gut am Quarz zu erkennen). Allerdings sind die Ablagerungsbedingungen auf dem Meer ungünstig, so dass die Mächtigkeiten nicht vergleichbar sind.
Mächtigkeit: Theoretisch hast Du ja 2.588 oder so zwinkert Ma Zeit. Günstige Erhaltungsbedingungen vorausgesetzt.
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 26.03.2006 23:32    Titel:

Eben, günstige Erhaltungsbedingungen vorausgesetzt. Habe ich die in den Tropen? Ich habe doch immer interglaziale gehabt. Und selbst in den Eiszeiten sollte es in den Tropen nicht kalt und trocken gewesen sein.
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 27.03.2006 13:54    Titel:

Yeah, as a reaction to your penultimate reply I recommend entirely switching the board into English - since you suggest translating a well established and defined, though national, term such as "Schluff" into its almost equally, but less unanimously defined English counterpart, i.e., "silt". As proof for my latter claim you may google "define:silt" and switch, if necessary, to the findings in English; you'll find at least 7 different particle size limits for silt. If you do the same for Schluff, you will encounter just one.

In den Tropen gab es übrigens Trockenphasen (z.B. erstmals belegt durch Emmerich 1988), wie man heute zu wissen glaubt vorwiegend während der Hochglaziale. In den Interglazialen waren die Erhaltungsbedingungen aber eher besser. Natürlich sind die Lösse stark pedogen überprägt aber eben nicht flächenhaft komplett abgetragen.
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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 27.03.2006 21:07    Titel:

Du kannst ja sogar ausländisch anbetend! Lange keine so gebildete Frau kennengelernt.
Du magst ja recht haben, da brauch ich nicht lange googeln (ich hoffe Du verzeist, das ich bei deutsch bleibe, aber wie Du schon angemerkt hast, habe ich damit Probleme genug Nonsens posten !), ich glaube Dir das. Fakt ist aber (zumindest in Kiel), der Begriff Schluff wird nur noch in der angewandten Geologie und der Ingenieur Geologie verwendet. In allen anderen Bereichen wird der Begriff Silt verwendet (die Korngröße wird dabei von Schluff übernommen). Ich sage natürlich auch Schluff, musste mir aber regelmäßig anhören: "Und Herr.... wie sagen die richtigen Geologen dazu?" Ich schaute die Dozenten dann meist etwas überheblich an und antwortete: "Ich sagte doch Schluff, oder haben sie mich nicht verstanden?". Das hat letztendlich gewirkt, jetzt werden nur noch anwesende Studenten darauf aufmerksam gemacht, das das auch Silt heißt. Deine Feststellung das der Schluff besser definiert ist, ist ein typisch deutsches Phänomen! Es gibt eine DIN (genau genommen mehrere) in der Schluff definiert ist. Wenn es die nicht gäbe, hätten auch wir Dutzende von Definitionen, es gibt Autoren die den Schluff in Feinstsand-Schluff-Grobton aufteilen etc.. Auf die DIN kann man sich aber besser berufen. Ich finde es nur faszinierend das auf den Begriff Silt (und das nicht nur in Kiel) soviel Wert gelegt wird, während sich Till nicht durchgesetzt hat. Aber mir kanns Dancing Banana sein, ich bleib ein Deponie-Erdferkel und bis sich da mal was ändert, gibt es uns höchstens noch in vergilbten Familienalben auf dem Speicher.
Was die Tropen und den Löß angeht glaube ich Dir ja (um Himmels Willen LOL ), aber irgend etwas stört mich. 6m Löß bei zuletzt 10000 Jahren Feuchtigkeit, soweit vom Ursprungsgebiet entfernt? Die Erhaltung ist nicht mein größtes Problem sondern die Bildung, irgend etwas hakt da bei mir, is aber nicht mein Fachgebiet, werde das Thema beizeiten mal ansprechen, wozu haben wir das Geomar mit dem einzigen bemannten Tauchboot Deutschlands(hilft zwar in der Tiefsee nichts, aber:"Stolz")? Die haben zwar keine Bodenkundler (glaub ich, oder gibt es eine Disziplin marine Bodenbildung?, haben ja auch marine Meteorologie dort grübelt ) Die sollten sich mit sowas auskennen (marine "Löß"-Sedimente), sonst läuft Prof. Sarnthein mir bestimmt auch mal wieder über den Weg.
Insgesamt finde ich es gut das Du auch auf die vorletzten Postings antwortest, zeigt das nicht nur ich manchmal erst schalten muss(oder nachschlagen grinzt ).
Gruß das Paketschubserle
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 28.03.2006 16:48    Titel:

da hast Du das, glaube ich, derzeit entscheidende Problem angesprochen: Die Sedimente in den Tropen ergeben bei der Lumineszenzdatierung so große Streuungen, dass man wohl bestenfalls von Mindestaltern ausgehen kann. Es gibt einige Radiokohlenstoffdatierungen an sogen. Hillwash, die alt- bis mittelholozäne Alter erbrachten. Es ist aber ungeklärt, ob es sich bei letzteren um äolische oder zumindest partiell äolische Sedimente handelte. Die Datierungen wurden leider unter ganz verschiedenen Prämissen und nach ganz unterschiedlichen Geländeaufnahmen von verschiedenen Arbeitsgruppen durchgeführt, so dass man von einem einheitlichen, gesicherten Wissensstand beileibe nicht ausgehen kann. Die einzigen recht plausiblen Altersansätze, die ich kenne, stammen aus der Karibik, wo die Lösse auf Küstenterrassen gefunden werden.

Mit Till sprichst Du mir aus der Seele; dieser unselige, schillernde Moränenbegriff ist schlimm. In der Geomorphologie beginnt sich das aber langsam durchzusetzen, zumindest hatte ich in letzter Zeit deutschsprachige Arbeiten in der Hand, in der das so war.
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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 29.03.2006 16:50    Titel:

Bleibt also spannend, der tropische Löß. Wenn ich was neues höre werde ich es Posten(muss erstmal mein Diplom fertig machen sonst gibt´s Mecker vom Meister).
Der Till hat sich hier noch nicht so stark herumgesprochen, habe gerade ne Geologin aus ne´m niedrigeren Semester gefragt, Till ist bisher auf einer Exkursion als Bezeichnung verwendet worden. Alle anderen Prof´s sagen Mergel zu Mergel. Das mit diesen blöden Amerikanismen geht mir sowieso auf den Keks. Wenn ich ne deutsche Arbeit (sowas gibt es noch!) aus dem Bereich der Altlastsanierung lese dann ist es nur ein Frage der Aussprache ob das deutsch oder englisch ist. Da sind oftmals nur noch die Bindewörter aus dem deutschen Sprachraum, die Fachbegriffe sind alle denglisch. Hat natürlich seine Vorteile bei englischen Papern(schon wieder denglisch genauso Handout etc.) man kennt die Fachbegriffe und muss weniger übersetzen. Am schlimmsten finde ich aber das die meisten Leute noch nicht einmal merken was sie da sagen. Wie oft hört man: "Das macht keinen Sinn." Das ist 1/1 aus dem englischen übersetzt und Falsch! Sinn kann etwas haben, man kann Sinn aber nicht erschaffen(machen). Is sehr lustig wenn man Leute mal darauf aufmerksam macht was für einen Blödsinn sie reden.
Zurück zum Till: Hier im hohen Norden gibt es eine Stadt namens Mölln, die hatten einen Narren (aus Tourismuszwecken muss sich auch heute noch einer zum selbigen machen). Dieser Narr hieß Till Eulenspiegel. Damit ist das Bedürfniss nach Till hier eindeutig gestillt. Ich habe mal (vor ein paar Jahren) nachgeschlagen was Till eigentlich ist, ich kann mich an die def. nicht mehr genau erinnern, weis aber noch das das alles sehr schwammig war.
Grüße auch an die Geographen dieser Welt, das Paketschubserle
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 29.03.2006 18:42    Titel:

Wenn Ihr Geoloken den Till nicht Till und nicht einmal Moräne, sondern Mergel nennt, frage ich mich, wieso Du nicht geschimpft hast, als in anderen Threads der Löß Löß genannt wurde, obwohl er doch auch nur ein Mergel ist
Frage
kann aber natürlich Deine Schwierigkeiten mit dem Englischen verstehen, obwohl ich den Unterschied zu Eurem Platt ....
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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 29.03.2006 18:55    Titel:

[Platzhalter für ein Bild]
Das war wohl ein Verposter von mir. Moräne natürlich, Mergel ist halt nur das häufigste Moränenmaterial bei uns. Ich hoffe Du kannst mir noch einmal verzeihen, verehrte Younger Dryas. Und das mit dem Löß, ist halt ein besonderer Mergel, könnte ja nicht zu Lößlehm werden wenns nicht vorher Mergel wäre oder? Hat aber nichts mit Moräne zu tun, zumindest nicht direkt.
zum Plattdeutsch: Hast Du in der Science oder Nature schon mal einen plattdeutschen Artikel gelesen? Außerdem sprechen die meisten hier kein Platt sondern Hochdeutsch. Außerdem habe ich nichts gegen englisch auch französisch find ich schön. Aber man sollte sich auf eines einigen und nicht ständig Begriffe eindeutschen, und dann denken man höre sich Wunder wie Gebildet an.
Das Paketschubserle
ps: das heist nicht Geoloken sondern Geolügen damit das klar ist
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