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Die Wissenschaft ist was einer ab vom andern schreibt


 
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allb
Foren Neuling
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Anmeldungsdatum: 28.09.2006
Beiträge: 1


Verfasst am: 30.09.2006 22:43    Titel: Die Wissenschaft ist was einer ab vom andern schreibt

Sprechen wir lieber über etwas viel Bequemeres für Ego-gläubigen z.B. Eisbohrkerne: man hat da Eis gebohrt im Grönland und im Antarktis und schöne glatte Schichten gefunden und gezählt, die insgesamt etwa 1.000.000 Jahre alt sind. Alle Schichten sind ziemlich gleich dick (absteigend dünner).
He?! Ist das kein Aktualismus? Keine Düren und Eiszeiten dazwischen?
Ich frage: - was ist mit Diffusion in Festkörper? Ich hab mal gelernt: Die Diffusion erfolgt ohne Energiezufuhr und ist in diesem Sinne: perpetuum mobile.

bei Temperaturen tiefer als 0,4 des Schmelzpunkts des Festkörpers spielt Diffusion gar keine Rolle mehr, sonst diffundieren die Festkörper ineinander.

Schmelzpunkt des Eises + 273,15K

Durchschnitttemperatur von Vostok im Antarktis im August: -68°C was 0,75 des Schmelzpunkts des Eises entspricht;
Maximum, gemessen in 1974: -13°C. (was 0,95 des Schmelzpunkts des Eises entspricht)
Eistemperatur ändert sich von -57,13°С in 48 m Tiefe bis -53,56°С (was 0,8 des Schmelzpunkts des Eises entspricht) in 507 m Tiefe,
danach allmählich steigernd mit der Vertiefung bis -2,4°С (was 0,99 des Schmelzpunkts des Eises entspricht) am Erdoberfläche.
Dabei befinden wir uns (und Eisschichten) immer in dem Temperaturenbereich wo Diffusion mit voller Wucht hundert tausend von Jahren wirken soll. Aber
http://www.gfy.ku.dk/~www-glac/papers/pdfs/219.pdf (Seite 4: figure 3)
Wenn Diffusion im signifakanten Umfang stattgefunden hätte, wären die Kurven nivelliert worden. =>
Ich vermute die Schiechten sollen jung sein und die Atheisten sehen das nicht ein, die sind nicht bereit über diesen Thema zu diskutieren, die hüpfen brav weiter.
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steinlaus
Fortgeschrittener User
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Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 52


Verfasst am: 01.10.2006 00:45    Titel:

Vielen Dank für den interessanten Link!

steinlaus
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In_God_we_Trust
Foren Neuling
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Anmeldungsdatum: 25.10.2006
Beiträge: 3


Verfasst am: 25.10.2006 04:54    Titel:

Hallo allb!

Ich hoffe mein Verdacht erweist sich als falsch, dass Du Dynom bist! Falls doch schreibe ich Dir hier ein für alle mal, will keine Antwort bekommen und werde nicht mit Dir diskutieren. Lies genau, versuche zu verstehen und schlaf erstmal ne Nacht drüber bevor Dir wieder die Hutschnur hochgeht und Du seitenweise textest:
Es gibt eine Gottesvorstellung, die besagt, dass der Begriff "Gott" die Entwicklung des Universums und der Menschheit genauso beinhaltet wie die ganzen zwischenmenschlichen Vorgänge wie z.B. Vertrauen. Es mag ja sein, dass man nur das als wahr ansehen kann, was man selbst erfahren hat und Vertrauen in andere Menschen sehr oft enttäuscht wird. Aber ich werde diesem Weg niemals mehr so radikal folgen wie ich es früher tat. Ich vermute, du bist noch jung. Vielleicht sogar gerade auf der Suche nach Gott. Nicht umsonst wurde der andere Tread wegen Diskussion über Verschwörungstheorien geschlossen... Wie gesagt, möglicherweise schreiben alle andern nur Müll und schreiben den Müll von andern ab. Aber ich glaube ihnen trotzdem. Weil ich an den "Gott" glaube, der der Menschheit innewohnt. Dazu gehört auch, dass manche Meinungen einfach nicht akzeptiert werden. Vielleicht hast Du von Deinen Kumpels schon mal den Spruch gehört "Das ist Schicksal" wenn sie irgendwas nicht gemacht haben, was Du wolltest. "Schicksal" ist nichts anderes als die Entwicklung Deiner selbst. Mach Dir keine Sorgen, mit dem Alter kommt der Glaube und die Gelassenheit. Rebelliere solange weiter wie Du noch die Energie dazu hast. Aber such Dir was raus, was Du auch verändern kannst. Aufhören zu atmen kannst Du ja auch nicht... Mein Tip: Kämpf gegen das unerhörte Rauchverbot! Sonst kommt als nächstes das Alkoholverbot...
Noch ein Zitat zum Schluss: "Gott gebe Dir den Mut zu ändern, was Du ändern kannst, die Demut zu ertragen, was Du nicht ändern kannst, und die Weisheit, die beiden zu unterscheiden!"

Und jetzt gute Nacht!


Achja, zum Thema Diffusion bei Eisbohrkernen: Ich hab selbst ein Seminar gehalten über Bohrlochtemperaturen. Dort diffundiert die Wärme selbst durch die Erdkruste. Ok, man müsste die Theorie etwas modifizieren, um sie auf Diffusion von Teilchen in Eisbohrkernen anwenden zu können, aber wenn Du die Methode bei den Bohrlochtemperaturen verstanden hast, kannst Du sie mit etwas Intelligenz auch in diesem Fall anwenden (zumindest heuristisch = nicht-mathematisch)

Also hier der Ausschnitt aus meinem Seminar:

Aus dem Temperaturverlauf innerhalb des Bohrlochs kann man die „Ground Surface Temperature History“, also die Geschichte der Oberflächentemperatur, rekonstruieren. Mareshal und Beltrami haben 1992 dazu die „Singular Value Decomposition“ – Methode vorgeschlagen. Diese wird im folgenden erklärt:

Die gemessene Temperatur T(z) in der Tiefe z setzt sich zusammen aus der Referenz-Oberflächentemperatur Tref, dem Referenz Wärmefluss qref in der sog. Thermischen Tiefe R(z) und dem gesuchten reduzierten Temperaturanteil Tt(z), der durch den zeitlichen Oberflächentemperaturverlauf hervorgerufen wurde:

mit Wärmeleitfähigkeit aus Bohrkern bekannt

Man muss sich Tref als Bias und qref als natürlichen Temperaturgradienten vorstellen, die eliminiert werden müssen:



Nach folgender Gleichung wandert ein bestimmtes Oberflächentemperatur - Paket Tz=0 über die Zeit t in die Tiefe z und schafft dort die Temperatur Q(z):

k: Thermischer Diffusionskoeffizient

Dabei ist die komplementäre Error-Funktion, definiert als
, also die Fläche von A bis unendlich unter der Gauß-Kurve:


Die „Singular Value Decomposition“ – Methode besteht nun darin, K Oberflächentemperatur – Pakete ( ) zu verschiedenen Zeiten loslaufen zu lassen. Diese ergeben jeweils nach der Zeit in der Tiefe z die Temperaturen , welche superponiert werden. Somit ergibt sich schließlich für den vorher berechneten reduzierten Temperaturanteil Tt(z):


Um nun die K gesuchten Paläotemperaturen Tk zu erhalten, muss man theoretisch nur K Temperaturen Tt(z) in verschiedenen Tiefen messen. Dann bekommt man nämlich ein Gleichungssystem aus K Gleichungen, welches Computer einfach lösen können. In der Praxis misst man dagegen gleich K+2 Temperaturen T(z). Durch die beiden extra Gleichungen können zusätzlich die beiden Therme Tref und qrefR(z) als Lösung des erweiterten Gleichungssystems unkompliziert bestimmt werden.

Liebe Grüße
Thilo
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In_God_we_Trust
Foren Neuling
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Anmeldungsdatum: 25.10.2006
Beiträge: 3


Verfasst am: 25.10.2006 04:58    Titel:

Sorry, hab grad gesehen, dass die Formeln fehlen!

ka wie ich die einfügen soll. Ich geb stattdessen mal die Quelle an:

A.E.Beck, P.Y.Shen, H.Beltrami, J.-C.Mareshal, J.Šafanda, M.N.Sebagenzi, G.Vasseur and K.Wang: A Comparison of Five Different Analyses in the Interpretation of Five borehole temperature Data Sets. Global Planet. Change 98, 1992, pp.101-112.


das paper gibts auch im netz. selber suchen ist aber angesagt!
Zum richtigen abschreiben gehört richtiges finden. und das ist manchmal gar net so leicht... ;)
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In_God_we_Trust
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Anmeldungsdatum: 25.10.2006
Beiträge: 3


Verfasst am: 25.10.2006 21:53    Titel:

So hallo!

hab gestern nacht nicht genau gerafft, was dein problem ist. beim jetzigen durchlesen hab ichs hoffentlich kapiert: du wunderst dich, wie man so genau die winter in dem plot identifizieren kann, zumal ja diffusion stattfindet. es ist einfach so, dass die diffusion keinen so großen effekt hat, wie du vielleicht annimmst: ich kann hier auch nur überschlagsweise rechnen, hoffe aber, dass die größenordnung stimmen wird: man sieht 6 winter in 2m bohrkern. dh pro winter sind 30 cm dazugekommen. diese 30cm kann man als breite eines "winterpeaks" auffassen. was jetzt genau den peak ausmacht sei dahingestellt. normalerweise deltaO18 werte.
der diffusionskoeffizient D von wasser in eis ist bei 0°C ca. 10^-7 cm^2/sec. Wenn man nun die diffusionsgleichung ansetzt x^2=D*t ergibt sich zb für ein jahr = 10^7sec ein x=(10^-7*10^7)^1/2= 1cm. ach ja, das x ist die verbreiterung der halbwertsbreite des peaks (gausskurve), also hat sich der winterpeak nach nem jahr von 30cm auf 31cm verbreitert. nach 11000 jahren (wie in dem paper) ergibt sich x=(11000)^1/2, also x=104 cm, um das sich die halbwertsbreite vergroßert hat. kurz überlegt muss man sich also überlegen ob man 5 peaks (134cm : 30cm) innerhalb der von 134 cm erkennen kann. ich sag ja (ohne beweis).

hoffe, ich konnte für aufklärung sorgen!

Grüße
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