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Younger Dryas
Fortgeschrittener User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 30.03.2006 07:03    Titel:

aber genau mit dem Moränenbegriff habe ich meine Probleme: Moräne ist das transportierte Material, das abgelagerte Material und zugleich die daraus entstandene Oberflächenform.
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Verfasst am: 22.11.2008 09:26    Titel: Sponsored Link



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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 30.03.2006 19:12    Titel:

« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
aber genau mit dem Moränenbegriff habe ich meine Probleme: Moräne ist das transportierte Material, das abgelagerte Material und zugleich die daraus entstandene Oberflächenform.
Hä, wie jetzt? wo ist Dein Problem? Ich habe ein Problem mit Till weil der Begriff nur eingedeutscht ist und noch weniger genau definiert:
till (unstratified drift) Glacial drift composed of rock fragments that range from clay to boulder size and randomly arranged without bedding.
drift Glacial deposits laid down directly by glaciers or laid down in lakes, ocean, or streams as result of glacial activity.
Gibt viele Leute die auch Dropstones, Sander etc. als Till bezeichnen. In Deutschland wird der Begriff Till allerdings als Synonym für Moräne verwendet, also warum nicht gleich bei Moräne bleiben? In englischen Papern müsste man den Begriff Till sowieso genauer Definieren, damit jeder weiß was gemeint ist (mal abgesehen davon, das ich Moränen kenne, die alles aber nicht "randomly arranged without bedding" sind). Und nochmal:
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
aber genau mit dem Moränenbegriff habe ich meine Probleme: Moräne ist das transportierte Material, das abgelagerte Material und zugleich die daraus entstandene Oberflächenform.
Hä, wie jetzt? wo ist Dein Problem? Mal abgesehen davon das Du den Fisch vergessen hast konfus (ok, falls wir uns mal begegnen, darfst Du mir eine reinhauen). Es ist doch so das Du ein weibliches Wesen bist (ich gehe wenigstens mal davon aus, dass das die einzige Angabe in Deinem Profil ist die stimmt), dann hast Du dich als weiblicher Embrio im Mutterleib entwickelt, wurdest als weibliches Baby geboren, wurdest zur Frau, vielleicht zur Mutter, Groß- Urgroßmutter, irgendwann in hoffentlich langer, langer Zeit wirst Du eine weibliche Leiche sein, vielleicht zur weiblichen Mumie werden, alles große Veränderungen, das Geschlecht aber bleibt konstant. Bei Moränen haben wir nur das transportierte Material, also die Moräne mit Kontakt zum Gletscher, die wir aber noch unterteilen können (Innen- Seiten-, Grund-, Endmoräne etc.). Das abgelagerte Material lässt sich ebenso unterteilen nur das der Kontakt zum Gletscher fehlt. Also "kalt" = Transportiert, "warm" =Abgelagert. Und wir können noch nach Eiszeiten unterscheiden. Die Oberflächenform ist ja in der Ablagerung enthalten also was für eine Moräne wurde abgelagert. Auf die einzelne Moräne bezogen hast Du natürlich recht, es ist eine Endmoräne während des Transports(z.B.: Stauchendmoräne), es ist eine Endmoräne nach der Ablagerung (z.B.: Stauchendmoräne des letzten Eisvorstosses der Weichsel-Eiszeit [bei Dir vielleicht Würm-, Waldai-, Devensian-, Wisconsin- Eiszeit]), und der Hügel ist natürlich auch eine Moräne. Wenn Du aber auf Landschaften achtest hast Du die aktiven Gletscher, Du hast Glazial geprägte Landschaften mit ihren eiszeitlichen Relikten und du hast als Landschaftformen z.B.: Endmoränenzuge die Endmoränenlandschaften bilden, Niedertaulandschaften etc. Genauso wie eine Frau Baby, Frau, Mutter, Leiche sein kann. Wie gesagt ich verstehe Dein Problem mit dem Begriff nicht. Besagt doch nur "durch Gletscher transportiertes und später abgelagertes Material".
Gruß das Paketschubserle
p.s.: Ist Dir eigentlich aufgefallen das es den Smilie im letzten Posting nicht von der Stange gibt? Hab ich nur für Dich "newly created".
_________________
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)
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Verfasst am: 22.11.2008 09:26    Titel: Sponsored Link


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Younger Dryas
Fortgeschrittener User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 31.03.2006 07:00    Titel:

Das mit dem Smilie find' ich süß - fast wie Rosen; nur für mich Da scheint die Sonne. Dancing Banana
Den Witz mit dem Fisch hatt' ich mir auch überlegt, aber keine gute Stelle zum Einbauen gefunden...


fechten
Der Rest von Deinem Post ist aber eher Unsinn: Dein Embryo-Vergleich hinkt, denn im konkreten Fall wird Deine Moräne (=Transportgut) ja teilweise weiter transportiert, und im Sander würdest Du kaum mehr Moräne dazu sagen. Und stell' Dir vor, der Sand wird dann ausgeblasen und zu einer Düne: Ist das dann eine Moräne (=Form) aus Moräne (=Geschiebe)?

Till ist eindeutig definiert ("Loose sediment deposited by glaciers."). Deine Def. ist teilweise nicht in Übereinstimmung mit der "offiziellen" der INQUA-Glazialkommission, wo das mit dem Zufall und der Schichtungslosigkeit fehlt. Bei den Untergruppen gibt es bspw. den lodgement till, bei dem gerade die angeführten Eigenschaften dazu gehören.

Als Tillit ist der Till übrigens ein alter deutscher Fachbegriff.


Zitat:
durch Gletscher transportiertes und später abgelagertes Material
müsste heißen: durch Gletscher transportiertes oder später abgelagertes Material oder dessen Ablagerungsrelief
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Paketschubser
Vielposter
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 01.04.2006 01:07    Titel:

« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Das mit dem Smilie find' ich süß - fast wie Rosen; nur für mich Da scheint die Sonne. Dancing Banana
Rosen hättest Du warscheinlich eher verdient, aber die passen nicht durchs Modem. grübelt sag mal spinn ich, oder sieht die Banane aus wie Michael Schumacher?
Zitat:
Den Witz mit dem Fisch hatt' ich mir auch überlegt, aber keine gute Stelle zum Einbauen gefunden...
Derartig flache Scherze überlasse ruhig mir.

« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Der Rest von Deinem Post ist aber eher Unsinn: Dein Embryo-Vergleich hinkt, denn im konkreten Fall wird Deine Moräne (=Transportgut) ja teilweise weiter transportiert, und im Sander würdest Du kaum mehr Moräne dazu sagen. Und stell' Dir vor, der Sand wird dann ausgeblasen und zu einer Düne: Ist das dann eine Moräne (=Form) aus Moräne (=Geschiebe)?
Eine Mumie die zu Staub zerfällt und ausgeblasen wird, ist Die weiblich oder Staub?[Ich muss Dir natürlich recht geben das ein Vergleich zwischen Dir (organisch) und einer Moräne (anorganisch) zwangsläufig hinkt. Moränen haben keine DNA, ich hoffe Du bewegst Dich schneller und bist nicht so schwer, und wenn ich Dich richtig einschätze lässt Du dich auch nicht einfach irgendwo hinschieben.] Eine Moräne ist solange (nach meiner Def.) eine Moräne, solange sie als solche zu erkennen ist. Der Baum auf dem Friedhof besteht zum Teil auch aus meiner Großmutter, ist aber nicht meine Großmutter. Derartige Vergleiche kann man mit meinem gesamten "unsinnigen" Post anstellen, ist nur eine Frage der Phantasie fechten . Ich werde Deine Einwände aber zum Anlass nehmen in Zukunft von Geschiebe zu sprechen (als Unterscheidung von "Geblase" und "Geschwemme") oder besser von glazigenem Geschiebe da ja auch tektonisch geschoben wird. Was die Oberflächenform angeht verbinde ich nichts mit Moränen, der Begriff umschreibt doch nur die Entstehungsgeschichte, nicht die Form. Eine Moräne kann morphologisch aussehen wie eine Düne, wie ne Karstlandschaft oder wie ein Sander etc. ist halt nur anders entstanden. Das bedeutet natürlich nicht das es keine morphologischen Moränenlandschaften gibt, aber nur das Relief reicht zur Zuordnung nicht aus. Gerade in S.-H. haben wir ja schön diese Landschaften erhalten, kann man von der Autobahn kartieren, zumindest wenn man weiß welches Material erbohrt wurde. Manchmal denkt man nämlich "Moräne" oder Drumlin und dann ist´s doch ne bewachsene Düne.
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Till ist eindeutig definiert ("Loose sediment deposited by glaciers.")
Das beruhigt mich jetzt aber, dann bin ich durch C (Kohlenstoff) auch eindeutig definiert. Also wenn Du mal von mir sprechen willst: "C". Mal abgesehen davon, das fast alles auf Erden mal von Gletschern transportiert wurde (auch Özi crazy ),(dieser Teil der Def. also auch auf Paragneise und S-Typ Granite zutrifft ), was sind Loose Sediments? Den entsprechenden Maßstab vorausgesetzt ist auch die Plattentektonik nur möglich weil es sich bei den Platten um loose Partikels handelt. Meiner Meinung nach viel zu allgemein (typisches Geo Problem, mir konnte z.B. noch niemand sagen ob der Kreidefelsen auf Rügen ein Findling oder anstehend ist (glazial transportiert wurde er, aber loose Sediment?), ob die Alpen eine polymikte Brekzie sind (ok, tektonisches Geschiebe) etc.). Das gute alte Geschiebe trifft es besser, eine sinnvolle Definition könnte z.B. sein morphologisch=Moräne, Material=Geschiebe mit einem Zusatz wie z.B. Paläo oder Relikt für eiszeitliche Moränen und Moränen holozäner Gletschervorstöße (kleine Eiszeit etc.)!
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
müsste heißen: durch Gletscher transportiertes oder später abgelagertes Material oder dessen Ablagerungsrelief
Das Relief ok, als Ergänzung, aber sonst? (Ich schreibe jetzt natürlich nicht "Unsinn", dafür bin ich viel zu höflich LOL .
Zitat:
durch Gletscher transportiertes und später abgelagertes Material
Mal abgesehen davon das sich durch Erosion- Akkumulation immer eine Reliefänderung ergibt, besteht kein Gletscher ewig, der Transport bedingt also eine Ablagerung. Es würde reichen zu sagen "durch Gletscher transportiertes Material in situ". Geschiebe halt, ob nun "geschoben" oder "beim geschoben werden". Kann ja nicht abgelagert werden, ohne Transport, und sei es nur in der Vertikalen durch das Abschmelzen. Ein "oder" ist da m.E. (Dein Lieblingskürzel) falsch, da der Transport eine Ablagerung zwingend macht "und" ist da schon richtig. Das doofe ist nur, das es kein "Geschieberelief" gibt, also werden wir bei Moräne bleiben müssen. Sollte halt nur sinnvoll definiert werden. Hab übrigens mal im Press und Sievers nachgeschaut, in der deutschen Übersetzung kommt das Wort Till überhaupt nicht vor, sehr löblich. Wird nur von Moränen gesprochen.(Um mal zum Ausgangsthema zurück zu kommen.)
Gruß das Paketschubserle
Das mit den Fechten überlege Dir besser noch einmal, ich bin 1/14tel (1/16tel?)Wikinger (Schwede), wir regeln sowas etwas uneleganter [Platzhalter für ein Bild].
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Younger Dryas
Fortgeschrittener User
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 11.04.2006 18:59    Titel:

Zitat:
Eine Moräne ist solange ... eine Moräne, solange sie als solche zu erkennen ist.
das halte ich für den springenden Punkt. Ich interpretiere jetzt, Du meinst, dass sie in der Landschaft zu erkennen ist. Ich präzisiere weiter: solange sie an ihrer Oberflächenform zu erkennen ist. Und genau darin stimme ich Dir vorbehaltlos zu, Moräne ist auch für mich ein Begriff für eine (bestimmte) Art Oberflächenform.
Ich hatte übrigens schon mehrfach Diskussionen mit Geologen über einen ähnlichen Fall: Terrasse. Terrasse ist für mich eine Oberflächenform mit bestimmten Eigenschaften. Wenn ich irgendwo einen fluvialen Ablagerungskörper ("Terrassenkörper") herumliegen habe, ist das noch nicht zwangsläufig eine Terrasse. Aber ich schweife ab...

Den Begriff "Geschiebe" gibt es leider, ich mag ihn aber gar nicht gerne leiden: Er impliziert nämlich die kindliche Vorstellung, glaziale Sedimente wären vorwiegend oder gar ausschließlich "vor dem Gletscher hergeschoben" worden.
Tektonische Platten als lose Partikel zu bezeichnen, bereitet mir keine größeren Probleme, solange Du nicht behauptest, sie wären glazial transportiert (aber wer weiß? - schließlich ist der Antriebsmechanismus nicht wirklich gut bekannt grinzt ).

Mit Deinem Rügen-Argument hast Du mich auch erst einmal verwirrt, weshalb ich meine Ostsee-Spezialisten zu Rate gezogen habe. Nach deren Ansicht ist zwar dort oberflächlich Till mit Kreidematerial verschuppt, der bei weitem größte Teil der Insel ist aber autochthon.

Für mich ist "Paläo" der Oberbegriff zu "Relikt" - definierst Du irgendwie anders, oder habe ich Deinen Punkt nicht verstanden?

Habe auch bei Press, Siever et al. (4. Aufl., 2003) nachgeschlagen, da wird scharf zwischen till und moraine unterschieden. Du wirst doch hoffentlich nicht die deutsche Übersetzung einer Uralt-Auflage nutzen...
neenee grinzt

[Platzhalter für ein Bild]
Ich fürchte mich nicht, denn das Bild ist bestimmt nicht echt. Mit so einer plumpen Keule würdest Du nie eine derart perfekte Spaltung hinbekommen.
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Paketschubser
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 14.04.2006 17:23    Titel:

Zitat:
Und genau darin stimme ich Dir vorbehaltlos zu
Is schon wieder Weihnachten?

Zitat:
Den Begriff "Geschiebe" gibt es leider, ich mag ihn aber gar nicht gerne leiden: Er impliziert nämlich die kindliche Vorstellung, glaziale Sedimente wären vorwiegend oder gar ausschließlich "vor dem Gletscher hergeschoben" worden.
Ich finde den Begriff gut. Die Gletscherschrammen auf Gesteinen beweisen ja das ein Gletscher schiebt. Auch die zahlreichen Leitgeschiebe in Schleswig Holstein beweisen das Gletscher schieben. Das der Begriff Geschiebe für den Fachmann/die Fachfrau etwas anderes ist als für den Menschen am Samstag mit seinem Einkaufswagen beim Aldi ist eh klar. Es wird auch immer gerne vom Rückzug der Gletscher gesprochen. Hast Du mal einen Gletscher auf dem Rückzug gesehen? Hatte der eine weiße Fahne dabei? Hat der sich auf die Genfer Konvention berufen? Oder hat sich lediglich das Verhältniss zwischen Firneisbildung und Abschmelzen im Zehrgebiet verändert?

Zitat:
Mit Deinem Rügen-Argument hast Du mich auch erst einmal verwirrt, weshalb ich meine Ostsee-Spezialisten zu Rate gezogen habe. Nach deren Ansicht ist zwar dort oberflächlich Till mit Kreidematerial verschuppt, der bei weitem größte Teil der Insel ist aber autochthon.
Ich mag mich da täuschen und werde noch mal nachfragen, aber soweit ich weiß ist Rügen ein riesiger Kreidebrocken der ursprünglich mal weiter im Nord-Osten lag und vom Grund der Ostsee hergeschoben wurde. Werde aber noch mal nen Prof fragen der sich damit auskennt. Kann nur etwas dauer da ich das dann gleich mit nem Prüfungstermin verbinden werde. Also etwas Geduld(4-6 Wochen).

Zitat:
Für mich ist "Paläo" der Oberbegriff zu "Relikt" - definierst Du irgendwie anders, oder habe ich Deinen Punkt nicht verstanden?
Du gestehst mögliche Schwächen? Es muss Weihnachten sein!!!!!!!!!!!! Hoffe aber das Du eher eine Schwäche für mich hast, denn deine Def. finde ich gut, steht doch auch nicht im Widerspruch zu meinem Posting oder?

Zitat:
Habe auch bei Press, Siever et al. (4. Aufl., 2003) nachgeschlagen, da wird scharf zwischen till und moraine unterschieden. Du wirst doch hoffentlich nicht die deutsche Übersetzung einer Uralt-Auflage nutzen...
neenee grinzt
Hab vergessen nachzuschlagen welche Auflage es war, sorry! War aber noch nicht so alt und den Begriff Till gabs nicht mal im Inhaltsverzeichniss.

Zitat:
Ich fürchte mich nicht, denn das Bild ist bestimmt nicht echt. Mit so einer plumpen Keule würdest Du nie eine derart perfekte Spaltung hinbekommen.
Du brauchst dich auch nicht zu fürchten obwohl mein Name übersetzt "Freund des Schwertes" heißt. Leute zu spalten gehört nicht zu meinen Freizeitbeschäftigungen, insbesondere keine netten Geografinnen.
Gruß das beutelige tierische welche
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Younger Dryas
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 18.04.2006 17:05    Titel:

Zitat:
...Rückzug der Gletscher...
sehe ich auch so - schlimmer Spruch.

Die Detersion als Beleg fürs "Schieben" erscheint mir aber ein wenig weit hergeholt. Allenfalls steht diese für "über etwas Hinwegschieben". Man muss sich klar machen, dass die basal mitgeführte Fracht eines Gletschers i.d.R. nur einen Bruchteil der Gesamtfracht ausmacht. Meist denjenigen Teil, welcher durch die Teilprozesse Exaration, Detersion und Detraktion aufgenommen wurde. Mit dem gleichen Recht könnte man bspw. auch die Bodenfracht eines Fließgewässers als "geschoben" bezeichnen.
Du hast insofern recht, als ich in der Wissenschaft jeden beliebigen Begriff nehmen und wie auch immer definieren kann, womit ich dann eine Differenzierung zur Alltagssprache schaffe. Aber wenn ich Begriffe aus der Alltagssprache in der Wissenschaft verwende, laufe ich eben Gefahr, dass diese "alltäglich" - und zwar auch von StudentInnen - verwendet werden. Deshalb würde ich "Geschiebe" lieber ganz vermeiden, um dieser leidigen Gleichsetzung mit "vor sich her Schieben" aus dem Weg zu gehen.
Wenn Du jetzt sagst, der Begriff ist so etabliert, dass man ihn sowieso nicht mehr wegbekommt (wahrscheinlich weil die Altvorderen auch noch ans Schieben als Hauptprozess gedacht haben), kann ich natürlich nichts entgegnen - aber den Begriff mögen, nein, das kannst Du von mir nicht verlangen...
(zumindest nicht, bevor wir uns besser kennen) grinzt

Ach ja, dass Leitgeschiebe ein "Beweis" für das Schieben sind, stimmt ja wohl nur im Sinne "nomen est omen", ansonsten ist dieses Argument keiner Diskussion würdig.

Meine Spitze bzgl. Press & Siever bezog sich mehr auf die deutsche Übersetzung.
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 19.04.2006 16:15    Titel:

« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
...Rückzug der Gletscher...
sehe ich auch so - schlimmer Spruch.
Musste auch mal einer Geografin(2 Semester) erklären das das rein physikalisch nicht geht mit dem Vorstoß und Rückzug der Gletscher. Schlimme Sache das!
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Die Detersion als Beleg fürs "Schieben" erscheint mir aber ein wenig weit hergeholt. Allenfalls steht diese für "über etwas Hinwegschieben". Man muss sich klar machen, dass die basal mitgeführte Fracht eines Gletschers i.d.R. nur einen Bruchteil der Gesamtfracht ausmacht. Meist denjenigen Teil, welcher durch die Teilprozesse Exaration, Detersion und Detraktion aufgenommen wurde. Mit dem gleichen Recht könnte man bspw. auch die Bodenfracht eines Fließgewässers als "geschoben" bezeichnen.
Es ist aber nunmal so das es keine Gletscherschrammen geben kann wenn es keine Relativbewegung zwischen Gesteinen gibt. Wenn also nicht das anstehende Gestein unter dem Gletscher hindurchgeschoben wurde muss der Gletscher Gestein darüberhinwegtransportiert haben. Das heist der Gletscher hat darüberhinweggeschoben. Mir ist zwar klar das die alte Ansicht der Gletscher schiebt etwas vor sich her sehr selten zutrifft, aber auch Material das im Gletscher transportiert wird, wird von den Eismassen mit höherer potentieller Energie geschoben. Das mit dem Fließgewässer stimmt natürlich, es ist ja jeweils eine einseitige Druckkraft die den Transport bedingt. Mit schieben wird nur meist die Auswirkung von "Feststoffen" bezeichnet, ändert aber nichts daran das du recht hast.
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Wenn Du jetzt sagst, der Begriff ist so etabliert, dass man ihn sowieso nicht mehr wegbekommt (wahrscheinlich weil die Altvorderen auch noch ans Schieben als Hauptprozess gedacht haben), kann ich natürlich nichts entgegnen - aber den Begriff mögen, nein, das kannst Du von mir nicht verlangen...
(zumindest nicht, bevor wir uns besser kennen) grinzt
Das Problem müsste sich halt biologisch lösen, wenn die Alten weggestorben sind musste sich mal jemand nen tollen Begriff für einen glazialen Drucktransport ausdenken. Das alte Geschiebe kann man dann als Bezeichnung für das Material aus Stauchendmoränen verwenden. Und das mit dem mögen des Begriffes, Du musst ihn ja nicht mögen, es reicht wenn Du akzeptierst das ich ihn mag, auch wenn wir uns näher kennen. Du darfst ja deine eigene Meinung haben, solange ich recht habe kein Problem zwinkert . Ich bezeiche auch Tanzveranstaltungen für Senioren als Geschiebe (Mumiengeschiebe) oder das Einkaufen vor Weihnachten.
« Younger Dryas » hat Folgendes geschrieben:
Ach ja, dass Leitgeschiebe ein "Beweis" für das Schieben sind, stimmt ja wohl nur im Sinne "nomen est omen", ansonsten ist dieses Argument keiner Diskussion würdig.
Nicht nur nomen est omen. Der Transportmechanismuss ist ja ein Schub. Auch Dropstones sind Dropstones weil ihre Eisberge von Meeresströmungen durch die Gegend geschoben wurden. Eine Landung auf dem Mond war nur der Schubkraft von Raketen zu verdanken. Wenn Du jetzt argumentierst das das Mondfahrzeug der Amis dann Geschiebe sein müsste? Du hast völlig recht! Aber um Verwechselungen zu vermeiden würde ich es als Geschiebe einer politischen Eiszeit bezeichnen zwinkert . Und das ist der Punkt. also der da links, der Begriff Geschiebe ist eigentlich viel allgemeiner zu gebrauchen, denn wo nicht gezogen wird muss geschoben werden sonst gibt es keinen horizontalen Transport, und sei es das ich die Schubkraft durch Reibung übertrage. Gruß der Exilaustalier
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Younger Dryas
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 19.04.2006 18:34    Titel:

Ich denke, wir sind soweit einig: Du definierst einfach "Schieben" sehr weit, während ich dieses Wort bisher gar nicht in meinem wissenschaftlichen Sprachgebrauch hatte.
Interessant als Nachtrag: Tatsächlich gibt es auch die Bezeichnung Geschiebe für fluviale Bodenfracht: www.kis.ktn.gv.at/news/glossar.htm
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Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 140


Verfasst am: 20.04.2006 12:58    Titel:

gut bin ich ja scheinbar nicht der einzige der das Geschiebe etwas freizügig definiert. Kannte ich bisher aber auch nicht diese Def. Danke
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 110


Verfasst am: 20.04.2006 18:30    Titel:

gern geschehen
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