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Paketschubser Vielposter

Anmeldungsdatum: 04.02.2006 Beiträge: 140
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| Verfasst am: 05.02.2006 17:48 Titel: Geld verbrennen?Altlastsanierung in Deutschland |
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Moin! Ich packe meine Eindrücke von Altlaststandorten in Deutschland und Littauen mal hier hin weil es mir dabei nicht um die Geologie geht.
Ich war vor ein paar Jahren mal auf einer Exkursion zum Thema angewandte Geologie in Deutschland unterwegs und anschließend mit dem Eramus Program der EU in Littauen (ebenfalls angewandte Geologie). In Deutschland haben wir uns einen ehemaligen russische Militärflughafen in den"neuen" Bundesländern angeguckt. Ich habe die genauen Daten nicht mehr im Kopf aber es waren an diesem Standort mehrere Meter Kerosin die lustig auf dem Grundwasser schwammen, ich meine insgesamt 15000 Kubikmeter. Wie das dahin kam? Ganz einfach die russischen Flieger hatten von der Regierung im fernen Moskau genaue Vorgaben wieviele Flugstunden sie in welchen Zeiträumen abzuleisten hätten um die DDR vor den bösen Kapitalisten zu schützen. Für diese Anzahl an Flugstunden wurde das Fliegerhorst mit Kerosin versorgt. Da die Mic`s aber öfter kaputt waren und nicht fliegen konnten (oder die Piloten keinen Bock hatten), wurde die vorgegebene Anzahl an Flugstunden nicht eingehalten . Was also tun? Nach Moskau melden das man das Soll nicht einhält? Das gibt Ärger ! Also erstmal die Tanks vollmachen. Und wenn Sie voll sind? Hahn aufdrehen, Kerosin versickern lassen und schon ist wieder Platz in den Tanks! Ich verstehe zwar nicht warum nicht als Heizöl oder so verhökern aber so wurde es mir von den Sanierern erzählt. Und somit sind wir bei der Sanierung, die Gebäude des Flughafens sind abgerissen und es gab vor Ort keine Infrastruktur. Also Pumpen etc. über Generatoren mit Strom versorgen. Das Kerosin wird abgepumpt gereinigt und zur Sondermüllverbrennung gebracht. Auf meine Feststellung das man das Kerosin doch auch wirtschaftlich nutzen könnte (zum Beispiel für die zahlreichen Generatoren etc.) erhielt ich die Antwort, das das rechtlich nicht gehe. Es handle sich bei der Sanierungsmaßnahme halt um eine Sanierung mit entsprechender Genemigung, um das Kerosin aber wirtschaftlich nutzen zu können bräuchte die Firma eine Fördergenemigung damit währe die Sanierung aber keine Sanierung mehr und hätte ander Auflagen zu erfüllen(wahrscheinlich sicherstellen das kein Kerosin in das Grundwasser kommt) ! Also, oh Du schöne Bürokratie, wird das Kerosin zur Verbrennung gefahren und auf dem Rückweg wird an der Tankstelle angehalten und Diesel für die Generatoren gekauft (Treibhauseffekt wir kommen).
Das es auch anders geht siehe Altlastsanierung in Littauen |
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Oli Foren Neuling

Anmeldungsdatum: 09.02.2006 Beiträge: 1
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| Verfasst am: 09.02.2006 17:41 Titel: |
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Moin Paketschubser,
soweit ich weiss, handelt es sich um den ehemaligen Flugplatz Brand südlich von Berlin. Mittlerweile besser bekannt durch die umfunktionierte Cargolifterhalle. Wenn ich mich nicht irre, dann waren wir zusammen auf dieser Exkursion dort, oder? Auf dieser Exkursion waren wir noch in Bitterfeld, Berlin/Bernau...
Erstmal...
Oli |
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Paketschubser Vielposter

Anmeldungsdatum: 04.02.2006 Beiträge: 140
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| Verfasst am: 09.02.2006 18:24 Titel: |
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Wusste aber gar nicht mehr wie das da heißt. Aber dann waren wir doch auch zusammen in Littauen oder bist Du der "Memorymaster" Oli oder einer der "zahlreichen" anderen Oli`s der Geologie oder ist Oli ein mysteriöses Synonym: ordinary letal infiltrator? CIA ich hör Dir trapsen ? Ach ja wenn Du mich kennst: Bin doch gut getroffen auf dem Foto links oder ?
Dachte mir der Schadensfall ist ein gutes Beispiel, das Umweltschutz und wirtschaftliches Arbeiten in Deutschland nicht immer logisch sind.
wirtschaftliches Arbeiten = Erhöhung von Sanierungskosten durch Dieselankauf?
Umweltschutz= Erhöhung der Emissionen an Treibhausgasen durch Verbrennung von Kerosin und Diesel?
Passt irgendwie nicht.
Gruß Paketschubser |
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