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Geojo Foren Amateur

Anmeldungsdatum: 08.01.2006 Beiträge: 32
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| Verfasst am: 02.12.2006 01:24 Titel: Herdflächenlösung/ Störungsflächen-Lösung |
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Hallo zusammen,
was genau hat es mit den "Herdflächenlösungen/ Störungsflächen-Lösungen" aufsich? Ich habe mich schon auf einigen geolog. Karten gefragt was diese Symbole bedeuten, konnte aber auch mit Hilfe von Literatur keine eindeutige Antwort darauf finden. Ich weiß nicht wie ich mir das vorstellen soll beispielsweise an einer Aufschiebung. Und sicherlich je nach geographischer Lage sind diese Symbole auch anders gezeichnet. Was genau bedeuten diese Symbole, wieviele gibt es davon und wie werden sie erstellt? Gibts vielleicht auch Literatur darüber?
Gruß Geojo _________________
Per aspera ad astra - Auf steinigem Weg zum Erfolg  |
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spotts Vielposter

Anmeldungsdatum: 18.05.2006 Beiträge: 162
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| Verfasst am: 04.12.2006 13:58 Titel: |
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Hallo Geojo,
so weit mir das noch bekannt ist, sind Herdflächenlösungen (graphische) Darstellungen von Erdbebenherden und deren Bewegungen (ohne Gewähr). (Die Links brechen mittendrin ab, bitte die Leerstelle bei "seis mo"entfernen)
http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geologie/seis mo/station/aktuell.htm
Schau mal hier nach, etwa am Ende des Beitrages kommtdiese Abbildung:
http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geologie/seis mo/frames/main/station/aktuell/alsdorf/hf.htm
Gruss
Spotts  |
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stylolith Foren Neuling

Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 1
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| Verfasst am: 07.02.2007 14:17 Titel: Herdflächenlösung/ Störungsflächen-Lösung |
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Hallo,
schaut einfach im Ramsay&Huber nach, dass ist die Bibel für alle Strukturgeologen!!!
Grüße |
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steinlaus Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 01.05.2006 Beiträge: 52
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| Verfasst am: 07.02.2007 19:05 Titel: |
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Hallo,
in diesem Falle würde ich eher mal in einem Geophysik-Fachbuch nachschlagen- Stichwort: Seismologie.
Zufälligerweise habe ich gerade Meschede: Plattentektonik vor mir liegen. Auf Seite 31 der Ausgabe von 2003 wird die Herdflächenlösung kurz erläutert.
Grüsse
steinlaus |
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volker Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 26.01.2007 Beiträge: 42
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| Verfasst am: 08.02.2007 11:12 Titel: |
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Hallo steinlaus,
nach Deinem Beitrag hab' ich auf im Frisch/Mesched: Plattentektonik nachgeschaut. Das Prinzip der Herdflächenlösung und die Problematik, Herdfläche von der Hilfsfläche zu unterscheiden, sind einleuchtend erklärt. Aber be den Beispielen auf der Seite 31 bekam ich doch Schwierigkeiten.
Ist es tatsächlich so, dass man die Herdflächenlösungs-Kugeln von unten (steht so in der Beschreibung zu den Beispielskarten) betrachtet, während man von oben auf die Landschaft (Karte) schaut?
Das Beispiel Izmit scheint mir dem zu widersprechen. Bei den anderen beiden Karten streikt mein räumliches Vorstellungsvermögen. _________________ Gruß, volker
(siehe auch www.geoversum.info) |
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steinlaus Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 01.05.2006 Beiträge: 52
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| Verfasst am: 08.02.2007 15:40 Titel: |
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Hallo Volker,
lang, lang ist´s her... das Thema war damals Teil meiner Geophysik-Diplomprüfung (Nebenfach), deshalb habe ich nochmals meinen Kopf rauchen lassen:
1. Unterschiedliche Plattenbewegungen
a) Peru: Diagonal unter die Südamerikanische Platte (E - NE) einfallende Beben-, Störungsfläche (Nazca-Platte)
b) Mittelatlantischer Rücken: Diagonal nach E einfallende Beben-, Störungsfläche
c) Izmit-Transformstörung ist es eine Horizontalbewegung (rechtshändig, dextral): nahezu vertikale Beben-, Störungsfläche
2. Die Darstellung der unteren Kugelhälfte der stereographischen Projektion wurde meiner Ansicht nach von den Autoren so gewählt um die Einfallsrichtung der Beben-, Störungsfläche zu verdeutlichen- konvexe rote Linie bei a) und b) weist in die Einfallsrichtung.
Hoffe, dass ich das einigermaßen gut und richtig rübergebracht habe. Die hier vielleicht anwesenden Seismologen und Strukturgeologen mögen mir jetzt auf die Rübe hauen.
Grüsse
steinlaus |
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volker Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 26.01.2007 Beiträge: 42
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| Verfasst am: 08.02.2007 16:18 Titel: |
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Hallo steinlaus,
ich glaub das hilft beim Verständnis. Das würde bedeuten, dass man sich die HFL Kugeln als Hohlkugeln vorstellen muss und der Blick auf die untere Hälfte von innen erfolgt, anders könnte man sich sonst die Verteilung der schwarzen (Kompression) und weißen Quadranten (Dehnung) zumindest bei dem "übersichtlichen" Izmit-Beben nicht erklären. _________________ Gruß, volker
(siehe auch www.geoversum.info) |
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steinlaus Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 01.05.2006 Beiträge: 52
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| Verfasst am: 08.02.2007 17:51 Titel: |
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Hallo,
dazu noch eine Ergänzung zur Darstellung. Bei der stereographischen Projektion wird die räumliche Lage einer Fläche oder eines Punktes in einer horizontalen Projektions (Zeichen) ebene dargestellt. D.h. eine senkrecht im Raum stehende Fläche wird als gerade Linie, eine geneigte Fläche als Kreisbogen dargestellt.
Achtung: Die Begriffe Kompression und Dilatation (Dehnung, Streckung) beziehen sich hier lediglich auf den Primärwelleneinsatz als Ausdruck der Bodenbewegungen, wie bei Frisch/Meschede gut dargestellt.
Grüsse
steinlaus |
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volker Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 26.01.2007 Beiträge: 42
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| Verfasst am: 08.02.2007 19:28 Titel: |
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Hallo steinlaus,
bei meinem letzten Beitrag hatte ich die Buchseite nur vor meinem "geistigen Auge". Jetzt konnte ich sie mir wieder ansehen und konnte feststellen wie hilfreich Deine erste Erklärung ist. In der Tat sehe ich jetzt die Übereistimmung der durch die rote Linie angedeuteten Herdflächenlage mit der geologschen Situation in den Karten. In meiner räumlichen Vorstellung versuche ich die steriographisch Projektion zu einer nach unten gewölbten Hohl-Halbkugel zu "beulen" und dann passt's.
Übrigen finde ich Frisch/Meschende Plattentektonink ein tolles Buch.
Vielen Dank noch mal. _________________ Gruß, volker
(siehe auch www.geoversum.info) |
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steinlaus Fortgeschrittener User

Anmeldungsdatum: 01.05.2006 Beiträge: 52
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| Verfasst am: 08.02.2007 23:34 Titel: |
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Hallo Volker,
...ich konnte dabei auch mal wieder einiges auffrischen.
das Buch von Frisch/Meschede gefällt mir auch sehr gut. Zu meiner Studienzeit wurde uns das Buch (damals Taschenbuchausgabe von Frisch/Loeschke) sogar von Dozenten als (Einstiegs) Literatur zum Thema empfohlen.
Grüsse
steinlaus |
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